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PlanetVon $1
Inhaltsverzeichnis
PC Geräte im MuseumGeschichteDie Wurzeln: Psion & die goldene PDA-Ära 1984 – 2001Psion Series 5 (1997) – der geistige Vorfähre aller Planet-Geräte Die Geschichte von Planet Computers beginnt nicht 2016, sondern in den 1990er Jahren bei Psion – dem britischen PDA-Pionier aus London. Psion baute mit der Series 3 (1991) und der legendären Series 5 (1997) die wohl schönsten Taschencomputer ihrer Zeit: Klappgeräte mit mechanischer Schiebetastatur, EPOC-Betriebssystem (später Symbian) und einem Formfaktor, der bis heute unerreicht ist. �� Das Psion-Erbe: Designer Martin Riddiford entwarf bei Psion die Tastaturen der Series 3a, Series 5 und Revo. Sein Spätwerk für Planet Computers trägt diese DNA weiter. Das EPOC-Betriebssystem der Psion-Geräte war der direkte Vorgänger von Symbian – und damit Mitbegründer des Smartphone-Zeitalters. Mit dem Aufkommen der Smartphones wurde der PDA-Markt ab 2003 aufgerieben. Psion stellte 2001 die Geräteentwicklung ein. 15 Jahre lang fehlte die physische Tastatur im Hosentaschen-Format. Gründung von Planet Computers 2016Dr. Janko Mrsic-Flogel gründete Planet Computers 2016 in London – mit Sitz im eleganten Sloane Square, SW1. Seine Vision: das pocketable Produktivitätsgerät zurückbringen, das mit dem Siegeszug des Touchscreen-Smartphones verschwunden war. „Ich vermisste persönlich ein Gerät, auf dem ich unterwegs wirklich schreiben kann und das in die Hosentasche passt“, sagte er. Als CTO holte er Davide Guidi ins Boot. Und als Hardware-Designer den einzigen Mann, der für die Aufgabe in Frage kam: Martin Riddiford – den Psion-Tastaturdesigner persönlich, inzwischen bei seiner eigenen Designberatung Therefore tätig. Das Team um Mrsic-Flogel bestand zeitweise aus weniger als einem Dutzend Personen. Gemini PDA – der Psion-Enkel 2017 – 2018 Gemini PDA (2018) – der moderne Psion-Enkel Im März 2017 startete Planet Computers eine Indiegogo-Kampagne für den Gemini PDA – und übertraf das Ziel von 200.000 USD um ein Vielfaches. Am Ende standen 2,18 Millionen Euro von begeisterten Unterstützern weltweit. Display5,99" FHD+, 2160×1080, Landscape CPUMediaTek Helio X27, 10 Kerne RAM / Storage4 GB / 64 GB Akku4.220 mAh OSAndroid + Linux Dual-Boot BesonderheiteSIM (eines der ersten Geräte weltweit) Der Gemini war das erste Gerät überhaupt mit eSIM-Unterstützung. Es lief neben Android auch mit Debian Linux und Sailfish OS – Multiboot aus der Hosentasche. Ausgeliefert Januar 2018, zunächst mit Produktionsproblemen bei der Tastaturqualität (schiefe Tasten, kein Aussendisplay, keine Rückkamera). Die Nerd-Community liebte es trotzdem. Cosmo Communicator – der verbesserte Nachfolger 2018 – 2020Planet hörte auf das Feedback der Gemini-Backer und lieferte 2018 den Cosmo Communicator – mit allem, was beim Gemini fehlte: Kamera24 MP (aussen) + 5 MP (Webcam) TastaturHintergrundbeleuchtung erstmals Aussendisplay2" Touch, 570×240 px Display5,99" FHD+, 2160×1080 OSAndroid 9 + Debian / Sailfish Crowdfunding1,7 Mio. EUR (Indiegogo) Auch der Cosmo übertraf sein Indiegogo-Ziel in nur vier Stunden. Er gilt als das ausgereifteste Clamshell-Gerät von Planet und wurde auch vom Matrix-Film (Neo's Klapphandy-Erbe) erwähnt. Astro Slide 5G – der Transformer 2020 – 2023Mit dem Astro Slide 5G wagte Planet Computers einen Formfaktor-Wechsel: Statt Klapphälfte nun ein Slider – der Touchscreen liegt aussen wie bei einem normalen Smartphone, die Tastatur klappt per RockUp-Mechanismus seitlich heraus und kippt den Bildschirm gleichzeitig in den optimalen Schreibwinkel. Display6,53" AMOLED FHD+, Gorilla Glass CPUMediaTek Dimensity 1000, 8 Kerne, 5G RAM / Storage6–8 GB / 128 GB + microSD Kamera48 MP (hinten) + 13 MP (vorne) Akku4.000 mAh, 10W Wireless Tastatur24 Layouts (inkl. Deutsch, Arabisch, Japanisch) �� Der Astro-Slide-Indiegogo erreichte 533 % seines Ziels. Lieferung zog sich allerdings bis Januar 2023 hin – fast zwei Jahre später als geplant. Planet Computers leidet als Kleinstunternehmen chronisch unter Chip-Lieferkettenproblemen und MediaTek-abhängigen Kernel-Updates. Die Planet-Philosophie & die Nische 2016 – heutePlanet Computers bedient bewusst eine kleine, aber leidenschaftliche Zielgruppe: SSH-Admins, Linux-Enthusiasten, Vieltippende, Reisende – alle, die es satt haben, auf Glasflächen zu tippen. Mrsic-Flogel beschreibt das 0-1-2-Konzept: null Hände (Touchscreen), eine Hand (einhändig), zwei Hände (Tastatur aufgeklappt auf dem Tisch im Flugzeug). Planet Computers ist das einzige Unternehmen der Welt, das konsequent Android-/Linux-Smartphones mit physischer QWERTY-Vollklaviatur in Taschengrösse baut und weiterentwickelt. Eine Nische in der Nische – aber mit einer globalen Fan-Community, die bereit ist, 500–800 GBP für genau dieses eine Feature zu zahlen und monatelange Lieferverzögerungen zu ertragen. Das gesamte Betriebssystem-Image wird veröffentlicht, der Kernel und Bootloader geöffnet – Planet Computers setzt auf Community-Entwicklung für Linux-Ports (Debian, Sailfish, PostmarketOS). Das unterscheidet sie fundamental von jedem anderen Smartphone-Hersteller.
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